Geschichte

Aus einer Wette heraus entstand am 28.2.72 im damaligen Stammlokal "Ganter Stuben" die Guggenmusik "Fidele Stammtischler". Insgesamt 15 Gründungsmitglieder wetteten damals mit dem Wirt der "Ganter Stuben", Fritz Würger, dass man an der darauffolgenden Fasnacht 1973 mit einer eigenen Musik an der Tiengener Fasnacht teilnehmen würde.

In der Werkstatt eines Mitgliedes begann man, einige Musikstücke (vom "Bummel-Sepp" über "Jesses-Nei" bis zum "Gemmel-Song") einzustudieren. Dabei wurden einige selbstgebastelte Instrumente wie z.B. ein Ofenrohr oder auch ausgeliehene, in einer normalen Musik nicht mehr verwendbare Instrumente, eingesetzt.

Als "Dreckloch-Echo" nahm man dann tatsächlich an der Fasnacht 1973 in Tiengen teil und war sehr verwundert darüber, wie gut diese damals in unserer Gegend noch nicht sehr verbreitete Art von Musik ankam. Schnell kamen weitere neue Mitglieder, teils mit exotischen Instrumenten (Geige, Schifferklavier,) hinzu. Schließlich gab man sich auch nicht mehr mit Auftritten nur in Tiengen zufrieden, sondern "beglückte" auch Nachbargemeinden wie Lauchringen, Gurtweil und Ettikon.

Nach der Umbenennung in "Die Fidelen Stammtischler - Guggenmusik Tiengen" herrschte in den nächsten Jahren ein reger Zulauf, sodass dem Verein zeitweise 40 Mitglieder angehörten. Da weitere Aufnahmen den organisatorischen Rahmen gesprengt hätten, erfolgte eine Beschränkung auf 40 Mitglieder.

Die "Fidelen Stammtischler" hielten in der Folge immer etwas darauf zugute, in Tiengen präsent zu sein, auch wenn die meisten anderen noch nicht (11.11.) oder nicht mehr (Fasnachtsdienstag) in Schwung waren. Über die Jahre hinweg erfolgten Auftritte im gesamten südbadischen Bereich, aber auch im Schwäbischen, in der Schweiz und in Frankreich. Höhepunkte waren u.a. Auftritte anlässlich der Nordischen Forst-Weltmeisterschaften in Todtnau (mit Teilnehmern aus der ganzen Welt) und anlässlich eines internationalen Rollstuhlfahrertreffens in Frankfurt.

Derzeit besteht der Verein aus 26 aktiven Mitgliedern, von denen ein Großteil bereits zehn Jahre und länger dabei sind. Unterstützt werden die Tätigkeiten von ca. 60 Passivmitgliedern und einigen Mäzenen der Tiengener Geschäftswelt, sowie nahezu allen Tiengener Gastwirten. Des weiteren konnte man bisher mehrere Ehrenmitglieder für 20-jährige oder längere Zugehörigkeit zum Verein ehren.

Dass der Spaß an der Musik und die Kameradschaft im Vordergrund stehen zeigt sich vor allem daran, dass sich 23 ehemalige Mitglieder, die aus beruflichen und/oder privaten Gründen nicht mehr aktiv sein konnten, die "Stammtischler-Grufti-Band" ins Leben riefen, um an den "heiligen Tagen" der Fasnacht in den Tiengener Wirtschaften für Stimmung zu sorgen.


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